EVAControl

        EVAControl

Die erste Entwicklung wurde durch einem namhaften deutschen Automobilhersteller initiiert. So entstand das Gerät "EVAControl" zur Überwachung von Befüllprozessen.

Bei der Fahrzeugfertigung werden verschiede Systeme, so zum Beispiel Brems- und Klimaanlagen mit den entsprechenden Medien befüllt. Vor der Befüllung werden diese Systeme auf Leckagen überprüft. In den zurückliegenden Jahren wurden die Anlagen mit Helium befüllt und mit Heliumlecktestern nach Leckagen gesucht. Eine aufwendige und für die Serienproduktion zu teure Methode der Leckagesuche.

Heute wird die Leckagesuche durch einen Druck- bzw. Vakuumtest durchgeführt. Hierzu wird mittels einer Vakuumpumpe der Druck in den Anlagen auf ca. 10mbar und darunter reduziert. Mit einer Leckage wird dieser Soll- Enddruck jedoch nicht erreicht. Diese Fahrzeuge werden dann nicht befüllt, jedoch fertig produziert. Im Anschluss kommen diese Fahrzeuge in die Nacharbeit, um die Leckage zu lokalisieren und zu beseitigen. Einerseits kann so der "Geradeauslauf" der Produktion sichergestellt werden, anderseits entstehen enorme Kosten in der Nacharbeit, Terminverzögerungen, Lagerhaltungsprobleme usw.

Bei einem Grossteil der Fahrzeuge in der Nacharbeit konnte der Enddruck jedoch erreicht werden, obwohl in der Produktion dieser Arbeitsschritt nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte. Dieses Phänomen verstärkte sich besonders im Sommer bei hohen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht und / oder bei hohen Luftfeuchtigkeiten.

Aus dieser Ausgangssituation stellten wir folgende Hypothese auf. Wird der Endruck nicht erreicht, kann dies zwei Ursachen haben. Ursache 1 ist eine Leckage. Ursache 2 jedoch Wasserrückstände im System. Mit sinkendem Druck sinkt auch die Siedetemperatur von Wasser. Wird nun durch den Evakuierungsprozess der Druck soweit abgesenkt, dass die Siedetemperatur von Wasser bis auf das Niveau der Raumtemperatur oder darunter abfällt, verdampft das Wasser in der Anlage. Durch diesen Verdampfungsprozess kann der Endruck in der zur Verfügung stehenden Taktzeit nicht erreicht werden. Ohne das Gerät EVAControl wird dies folglich als Leckage definiert und das Fahrzeug nicht befüllt.

Das Gerät EVAControl kann während des Evakuierungsprozesses zwischen einer Leckage und verdampfenden Wasser unterscheiden. Mehr noch. Durch die Information, wie viel Taktzeit für das Fahrzeug noch zur Verfügung steht, kann EVAControl den Evakuierungsprozess modifizieren, so dass bestimmte Wassermengen sicher verdampft werden können. EVAControl unterscheidet also nicht nur zwischen Wasser und Leckage, sondern sorgt bereits im entsprechenden Produktionstakt für eine automatische Fehlerbeseitigung und somit für einen fehlerfreien Befüllungsprozess. 

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